Praktische Tipps rund um den Hochdruckreiniger

Praktische Tipps rund um den Hochdruckreiniger

 

Diese Geräte scheinen auf den ersten Blick sehr nützlich zu sein, richten aber auf den zweiten Blick oft mehr Schaden als Nutzen an.  Viele Flächen werden damit stark aufgeraut und die Verschmutzungen sind sehr schnell wieder da und werden im Laufe der Zeit auch stärker. Wenn man dies akzeptiert ist es ja in Ordnung, wer damit ein Problem hat sollte besser auf alternative Reinigungsmethoden ausweichen. So kann man z.B. Fassaden, Dächer und auch Pflaster meist durch einsprühen mit einem Desinfektionsreiniger wieder sauber bekommen. Denn dort  besteht die vermeintliche Verschmutzung oft nur aus Algen- und Moosbewuchs.

Warum funktioniert nicht jeder Hochdruckreiniger wie gewünscht?

Natürlich gibt es auch Fälle die so stark verschmutzt sind, dass der Einsatz eines Hochdruckreinigers unumgänglich ist. In solchen Fällen erlebt man in der Praxis immer wieder die Aussage „Dies geht nicht mal mit dem HD-Reiniger weg“. Wenn man dann mit einem Profigerät drüber geht ist ohne Probleme die Verschmutzung verschwunden und der Kunde wundert sich nur. Fast jeder vermutet, dass durch den höheren Druck des Profigerätes der bessere Reinigungseffekt bewirkt wurde. Dies ist aber meist nicht der Fall, beide Geräte wurden mit 120 bar betrieben und doch war der Unterschied beim Reinigungseffekt immens.

 

Der wichtigste Parameter beim Kauf eines Hochdruckreingers ist nämlich nicht unbedingt nur der Druck, sondern auch die Wassermenge die aus der Düse austritt. Ist diese zu gering, wird auch mit einem sehr kleinen Düsendurchmesser gearbeitet, aber die Waschleistung sinkt dadurch sehr stark. Natürlich kann sich nicht jeder für den Hausgebrauch ein Profigerät zulegen, aber auf Mindestanforderungen sollte man schon achten.

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Gereinigte Pflasterstellen

Haben Sie also mal die Absicht sich ein solches Gerät anzuschaffen, schauen Sie nicht nur auf die Druckangabe, sondern auch auf die dazugehörige Wasserleistung. Bei 100 – 120 bar Druck sollte die Wasserleistung mindestens im Bereich von 480 – 600 L/h liegen, dann werden Sie auch Freude an diesem Gerät haben. Meist wird allerdings sogar mit wenig Wasserverbrauch geworben, lassen Sie sich nicht auf den Arm nehmen!

 

Der richtige Einsatz des Zubehörs

Die meisten HD-Reiniger sind in der Grundausstattung mit einer Standarddüse, die von Punkt- auf Flachstrahl verstellt werden kann, ausgestattet. Oftmals gibt es noch eine Rotordüse dazu und in Sonderangeboten auch einen Flächenreiniger und/oder einen Rohrreinigungsschlauch. Anwendungsfehler sieht man schon oft wenn man das Grundstück der Kunden betritt die mit solch einem Gerät gearbeitet haben. Das Pflaster weist eigenartige Kreise auf, die Fassade sieht sehr scheckig aus. Was ist dort passiert?

Auf dem Pflaster wurde mit der Rotordüse sehr schnell drüber gegangen. Dabei wurde die Düse nicht gleichmäßig genug geführt oder es wurde die Punktstrahldüse verwendet, was generell verkehrt ist. An der Fassade wurde in dem angesprochen Fall mit einer Flachstrahldüse gearbeitet, was erst mal richtig ist. Wenn man dabei aber nicht ständig auf gleichmäßigen Abstand achtet und nicht im Kreuzverfahren wäscht, entstehen die beschriebenen Effekte.

Der Flächenreiniger ist bei Leistungsschwachen Geräten meist sehr uneffektiv, da dort 2 – 3 Düsen gleichzeitig mit Wasser versorgt werden müssen und diese Düsen dann solch kleinen Durchmesser haben das die Waschwirkung sehr gering ist. Die Entfernung von Flechten z.B. auf Pflaster ist damit fast ein Unding.

 

Fazit

Hochdruckreiniger erleichtern oft die Arbeit, sind aber nicht in jedem Fall sinnvoll. Bei Neukauf auf Leistungsstarke Geräte in Bezug der Wassermenge achten. Bei Beratungsbedarf in dieser Richtung können Sie sich gern an uns wenden.